Geschichte der Ortsteile


Klosterberg

Die Geschichte von Klosterberg ist eng verbunden mit der Geschichte von Hohenwart. 1937 führte es die beiden Gemeinden erneut zusammen. Mit Wirkung vom 01. Dezember 1937 wurde die Gemeinde Klosterberg und Hohenwart zu einer Bürgermeisterei vereinigt. Seit 1948 bewahrten sich die Klosterberger ihre Eigenständigkeit und noch 1970 sprachen sich die Bürger um das Kloster in einer dazu einberufenen Versammlung nachhaltig gegen eine Eingemeindung aus. Klosterberg war mit 89,55 ha die kleinste Gemarkung im Gebiet des alten Landkreises Schrobenhausen.

 
 

Deimhausen

Die Ortschaft Deimhausen leitet ihren Namen vom Pfalzgrafen Timo (830 bis 870) ab, der die ersten Maierhöfe in Deimhausen in Bewirtschaftung genommen hatte. Bis zum Jahre 1188 befand sich Deimhausen in pfalzgräfischem Besitz des Hauses Wittelsbach. Nach dem Tode des Herzogs Otto I. von Wittelsbach treten in Deimhausen einschneidende Änderungen ein. Otto I. schenkt in seiner Eigenschaft als Schirmherr des Klosters Scheyern, den gesamten Besitz dem Kloster. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Deimhausen fast vollständig niedergebrannt. Die Einwohnerzahl sank von 200 Seelen auf knapp 80 infolge Pest, Kriegselend und Hunger. Die Pfarrkirche St. Pantaleon mit dem alten Sattelturm steht auf einem einst gut befestigten Burghügel. Zu Deimhausen gehört auch der Einödhof Beuern. Um das Jahr 1200 verzeichnet ein Scheyerer Klosterschreiber die Schenkung eines Landgutes „Bei Riede“. Wenig später wird von einer weiteren Schenkung neben derer von Immenried berichtet. Dem Kloster Scheyern wird der Wirtschaftshof Puern, das heutige Beuern vermacht.

 
 

Weichenried

Weichenried findet im 12. Jahrhundert erstmals urkundliche Erwähnung. Um 1180 wurde die Ortschaft dem Schäftlarner Stiftsprobst übergeben. Seit dem 14. Jahrhundert wird Weichenried als alte Hofmark geführt. 1691 zog der Pfarrer von Englmannszell in seinen neu errichteten Pfarrhof und 1749 wurde Weichenried eine eigene Pfarrei. Bei dahin gehörte Weichenried zur Urpfarrei Englmannszell. Weichenried hatte auch ein eigenes Schulhaus, wo bis 1970 noch Unterricht stattfand. Ein weiteres Schulhaus befand sich in Lindach. Im 11. Jahrhundert legten adelige Grundherren befestigte Maierhöfe an. 1646 kaufte Dietrich Graf von Toerring die Hofmark Lindach und vereinigte sie mit Pörnbach. Eulenried gehörte im 15. Jahrhundert zur Hofmark Schenkenau, der Heeren von Seyboltsdorf. 1826 wird Eulenried der Gemeinde Weichenried zugeteilt. Außerdem gehört zu Weichenried noch der Weiler Hardt mit seinen 4 Anwesen.

 
 

Seibersdorf

Sitz der ehemaligen Gemeinde Seibersdorf war die Ortschaft Thierham. Den Namen leitet es von dem Edlen Durinc (Durinchaim) ab. Urkundliche Überlieferungen zeigen das Thierhames Herrengeschlecht von 1120 bis 1420 auf. Danach sterben die letzten Ritter auf Sitz Tuerchaim aus. Seibersdorf findet urkundliche Erwähnung um 1075/1085. Zwei Maierhöfe mit vier Leibeigenen im Weiler, der genannt wird Sigiprantesdorf. Im Besitz der Mönche aus Scheyern befand sich die Mühle an der Paar. Daraus leitet sich der Name „Merxmühle“ ab. Um einen alten Burgsitz der Schenken von der Au entwickelte sich das Dorf Schlott. Die Höfe von Schenkengrub trennte von jeher die Gemeindegrenze. Auch die Gebietsreform brachte hier keine Änderung.

 
 

Freinhausen

Der Name Freinhausen kommt von Hausen der freien Herren (=Freinhausen). Die Stammtafel der Adeligen von Freinhausen geht bis ins frühe 12. Jahrhundert zurück. Noch im 13. Jahrhundert werden sie als Liber = freie Herren bezeichnet. Das Schloss in Freinhausen wurde im Jahr 1563 von Mordbrennern und im Jahre 1632 von den Schweden niedergebrannt. Noch einige Besitzwechsel durchlief das Schloss, bis es in Privathände gelangte. Freinhausen besitzt eine eigene Pfarrei. Ein Schmuckstück im Dorf ist die Pfarrkirche St. Sebastian mit einem alten gotischen Turm. Auch eine eigene Schule besaßen die Freinhausener. Seit Kriegsende war die Schule 2-klassig mit Schichtunterricht. Zu Freinhausen gehört auch Steinerskirchen mit seinem Kloster der Herz-Jesu-Missionare. Steinerskirchen dürfte bereits eine vorchristliche keltische Kultstätte gewesen sein. Erste urkundliche Erwähnung erfolgt unter Bischof Waldo von Freising im Jahre 885. Steinerskirchen hatte bereits Eigenpriester, bevor die umgebenden Pfarreien mit der Seelsorge begannen. Die Geistlichen an der Missionskirche führten den Namen eines „Kirchherr“. Noch 1353 findet sich dieser Amtstitel in einer Urkunde des Klosters Hohenwart.

 
 

Koppenbach

Zu Koppenbach gehört neben Ellenbach, Loch, Wolfshof und Rothof auch das Toerringsche Gut von Englmannsberg. Etwa in der Mitte des 12. Jahrhunderts dürften mit dem Weiler Ellenbach auch die Rodungssiedlungen Loch und Koppenbach entstanden sein. Im 15. Und 16. Jahrhundert kamen eine Anzahl der Koppenbacher Güter an geistliche Stiftungen, unter anderem auch an das Kloster Hohenwart. Rothof und Wolfshof wurden als Herrensitze von Rittern und Adeligen geführt. Nach 1200 wird Schloss und Gutshof „Engilmares Perg“ urkundlich erwähnt. Bis 1631 wechselten einige Male die Besitzer und in den Jahren 1621 bis 1631 wurde das Schloss mit Gutshof an die Grafen von Toerring veräußert.

 
 

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