Neue Wasserleitung in Waidhofen

03.02.2015

Wasserzweckverband Paartalgruppe investiert in neue Wasserleitung in Waidhofen

Bei der jüngsten Sitzung der Verbandsversammlung des Wasserzweckverbandes der Paartalgruppe mussten die Verbandsräte tief in die Rücklagen greifen. Im laufenden Jahr 2015 stehen noch einige Investitionen in die Versorgungsanlagen bevor.

Geschäftsführer Andreas Edin und Verbandsvorsitzender Manfred Russer präsentierten den Räten den Haushaltsplan für das Jahr 2015. Dieser sieht Investitionen von rund 875.000,-- Euro vor. Aufgrund dieser enormen finanziellen Anstrengungen schrumpfen die Rücklagen des Verbandes bis zum Jahresende auf etwa 200.000,-- Euro zusammen. Das Erfreuliche daran ist, dass alle Investitionen ohne zusätzliche Belastung der „Kunden“ –sprich der Bürgerinnen und Bürger- in Form von Verbesserungsbeiträgen geschultert werden können. Ob wir die Gebühren künftig anpassen müssen, wird eine neue Kalkulation ergeben, so der Verbandsvorsitzende.

Dass die Investitionen so massiv ansteigen, ist dem Umstand geschuldet, dass im Rahmen des Kanal- und Straßenneubaus in der Raiffeisen-/Hofmark- und St. Wendelinstraße in Waidhofen eine neue Wasserversorgungsleitung verlegt werden muss. Die jetzige (Grauguss-) Leitung hat schon einige Jahrzehnte auf dem Buckel und muss, um womöglich eine Vielzahl künftiger Rohrbrüche zu vermeiden, zwingend erneuert werden. Diese Maßnahme, die im Frühjahr/Sommer 2015 starten soll, wird runde 300.000,-- Euro kosten.

Eine ähnlich hohe Summe ist vorgesehen für die abschließenden Sanierungsarbeiten für die beiden Hochbehälter in Deimhausen und Loch. Diese Arbeiten beinhalten auch die Verlegung eines Glasfaser-Datenkabels vom Wasserwerk in Wolfshof bis zum Hochbehälter in Loch.

Die Erstellung digitaler Leitungspläne steht schon seit längerer Zeit im Raum. Auch dieses Vorhaben soll heuer umgesetzt werden, weshalb in den Haushalt 70.000,-- Euro eingestellt wurden.

Für Brunnen- und Behältersanierungen sowie für allgemeine Tiefbaumaßnahmen am Leitungsnetz und Restzahlungen für den vor einigen Jahren durchgeführten Erweiterungsbau im Wasserwerk Wolfshof, Beschaffung von Anlagevermögen, wurden insgesamt runde 150.000,-- Euro eingeplant.

Die laufenden Betriebsausgaben werden im Grunde durch die Gebühren aus der Lieferung von Wasser an die Kunden finanziert. Dabei reichen in 2015 die geplanten Einnahmen (rd. 500.000,-- Euro) gerade so aus, um die Kosten zu decken. Zu den Einnahmen aus der Wasserlieferung kommen noch Umsatzsteuererstattungen (ca. 180.000,-- Euro) und Mieteinnahmen (ca. 5.500 Euro) hinzu.

Die wesentlichen Ausgaben fallen im Bereich Personalkosten (rd. 245.000,-- Euro incl. Sozialabgaben) und bei den Sachausgaben wie Energiekosten (rd. 90.000 Euro), Unterhalt des Leitungsnetzes und der Brunnen (ca. 130.000 Euro) sowie bei der Abführung der Umsatzsteuer (rd. 210.000 Euro) an.
Dagegen sind die Ausgaben für Büromiete, Post- und Telefonkosten, Versicherungen, Öffentlichkeitsarbeit) geradezu bescheiden.

Ein scheinbar belangloses Thema –nämlich der Unterhalt bzw. die Pflege von Hydranten- hat sich zu einer langwierigen Diskussion ausgewachsen. Allerdings ohne abschließendes Ergebnis. Grundsätzlich in allen Mitgliedsgemeinden des Zweckverbandes Paartalgruppe kümmern sich um die Pflege der Hydranten (Freihaltung von Sandeinschwemmungen, Eis und Schnee sowie Prüfung der Gangbarkeit der Schiebergestänge) die freiwilligen Feuerwehren im Rahmen des vorbeugenden Brandschutzes. Die Feuerwehren erbringen diese Leistungen kostenlos, was aller Ehren wert ist. In der Verbandssatzung des Zweckverbandes findet sich zum Brandschutz keine Regelung. Waren sich die Verbandsräte bislang einig darüber, dass der Zweckverband sich um die Brandschutzeinrichtungen in den Verbandsgemeinden kümmert, ist dies nach näherer Prüfung beileibe nicht so. Gibt es keine explizite Regelung, bleiben die Mitgliedsgemeinden grundsätzlich für die Bereitstellung der Brandschutzeinrichtungen zuständig. Der Zweckverband liefert lediglich im Rahmen der öffentlichen Wasserversorgung das erforderliche Löschwasser. Auch für Brandschutzeinrichtungen, die über das „normale Maß“ der Wasserversorgung hinausgehen –etwa Löschwasserbehälter oder andere Einrichtungen- liegen grundsätzlich im Zuständigkeitsbereich der jeweiligen Gemeinde, in der solche Einrichtungen geschaffen werden müssen, um den Grundschutz sicher zu stellen.
Dieses Thema wird die Geschäftsleitung des Zweckverbandes noch detailliert ausarbeiten um dann der Verbandsversammlung eine beschlussreife Vorlage für die Sitzung zu präsentieren.

Hochbehälter
Hochbehälter
 
 

© Markt Hohenwart. Alle Rechte vorbehalten.Realisierung: K-3D Graphic / Dietmar Kumpf e.K.

Diese Webseite verwendet Cookies.
Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzinformationen