Neues aus der Gemeinde - Ehrung von Franz Amesreiter und Jahreshauptversammlung FF Hohenwart

23.02.2019

Das war los im Februar

Ehrung von Kommandant Franz Amesreiter

Es war kein Zufall, daß zur Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Hohenwart am vergangenen Samstag der ranghöchste Feuerwehrler des Landkreises Pfaffenhofen, Kreisbrandrat Armin Wiesbeck zu Gegend war.
Seit nunmehr 33 Jahren bekleidet Amesreiter Führungspositionen bei der Feuerwehr Hohenwart. Von 1986 bis 1992 war er Stellvertreter des heutigen Ehrenkommandanten Georg Schober, anschließend übernahm er von ihm das Amt des ersten Kommandanten der Stützpunkfeuerwehr.
Diese enorme Leistung honorierte auch der Landesfeuerwehrverband und verlieh ihm nun das Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber. Der Kreisbrandrat würdigte in seiner Laudatio die Verdienste des Geehrten. Neben unzähligen, zum Teil schwierigen und herausfordernden, gemeisterten Einsätzen sorgte Franz Amesreiter durch seine fachkundigen Entscheidungen dafür das die richtigen Weichen, sowohl bisher, wie auch zukunftsorientiert gestellt wurden

Jahreshauptversammlung 2019

Thomas Schmid begrüßte zu seiner letzten Jahreshauptversammlung als Vereinsvorstand der Freiwilligen Feuerwehr Hohenwart die 51 anwesenden Kameradinnen und Kameraden sowie das Gemeindeoberhaupt Manfred Russer und die Führungsriege der Kreisbrandsinspektion des Landkreises Pfaffenhofen mit Kreisbrandrat Armin Wiesbeck sowie die für Hohenwart zuständigen Kreisbrandinspektor Christian Nitschke und Kreisbrandmeister Klaus Reiter.

Im vergangenen Jahr war auf Vereinsebene wieder einiges geboten. So konnten neben den traditionellen Veranstaltungen wie Floriansmesse, Grillfesten und der Weihnachtsfeier unter anderem zwei Hochzeiten sowie zwei runde Geburtstage bei der Feuerwehr gefeiert werden. Aber auch für und mit den Hohenwartern wurde einiges geboten. So konnte aufgrund eines kurzen Wittereinbruchs die beliebte Eisplatzgaudi zwischen der Paar und dem Freigraben durchgeführt werden. Ebenso nahm der Verein unter anderem bei CSU-Neujahrsempfang, beim landkreisweiten Ramadama, beim Fronleichnamsumzug, dem Volksfestauszug, bei der Kirchweihdult sowie beim Christkindlmarkt auf dem Klosterberg teil. Zudem wurde der Nachmittag bei der Feuerwehr, im Rahmen des Hohenwarter Ferienkalenders, bereits zum 29. Mal für die Kids organisiert.

Doch nicht nur im Verein ging es rund. Wie der erste Kommandant Franz Amesreiter berichtete kam es zu insgesamt 56 Einsätzen zu denen die Kameradinnen und Kameraden ausrückten. Das dabei der Einsatzweg nicht weit sein muß, wurde deutlich, als hinter dem Feuerwehrgerätehaus in der Hochstattmühlstraße der Brand der Trafo-Station des Stromnetzbetreibers gemeldet wurde. Neun Verkehrsunfällen sowie zwölf Bränden waren ebenso darunter wie auch sonstige technische Hilfeleistungen. Darunter: Die Beseitigung von Sturmschäden und Ölspuren sowie die Rettung eines Verunfallten aus einer Baugrube oder ein Gasaustritt.

Vier Mal wurde die Hohenwarter Wehr mit weiteren Einheiten von Brandmeldeanlagen alarmiert. Auch Hochwassereinsätze nach Starkregen sowie verschiedene Absicherungen von Veranstaltungen und Verkehrsregelungen standen auf dem Programm.

Kommandant Amesreiter konnte den Anwesenden berichten, daß keiner der eingesetzten Kräfte bei den Einsätzen verletzt wurde. Dies ist vor allem von dem beträchtlichen Übungspensum zu verdanken. Die insgesamt 62 Übungen, darunter die 8 Hauptübungen sowie die einzelnen Übungen der Fachbereiche sind, so der Wehrführer, der Grundstock für die hohe Bereitschaft jedes Einzelnen die geforderten Aufgaben bei den unterschiedlichen Einsätzen fehler- und vor allem unfallfrei abwickeln zu können.

Damit sich die Feuerwehrler weiteres Wissen aneignen können, werde einige jedes Jahr zur Weiterbildung an die staatlichen Feuerwehrschulen bzw. zu Lehrgängen auf Landkreisebene geschickt. So konnten neben zwei Lehrgängen zum Atemschutzgeräteträger, ein Gruppenführer- und zwei Zugführer-Lehrgänge vergeben werden. Aber auch in der Feuerwehr konnten 13 Kameradinnen und Kameraden die Truppmann-Ausbildung mit Erfolg abschließen.

Ein besonderes Highlight und eine nicht alltägliche Übung fand Anfang Mai 2018 auf dem Klosterberg statt. Mit 400 Einsatzkräften aus der gesamten Region wurde ein fiktiver Brand des Altbaus von Regens Wagner Hohenwart mit mehreren Vermissten und Verletzten simuliert und geprobt. Die Zuschauer konnten dabei ein beeindruckendes Szenario hautnah mitverfolgen. Und auch von fachlicher Seite, so unter anderem vom Leiter der Abteilung "Krisenmanagement" der staatlichen Feuerwehrschule Geretsried wurden eine herausragende Leistung und ein störungsfreies Ineinandergreifen der einzelnen Fachdienste bestätigt.

Daß die Hohenwarter Wehr auch eine starke Jugendgruppe hat, davon konnte der zuständige Jugendwart Christoph Schartel berichten. 16 Jugendliche stehen in Hohenwart in den Startlöchern, um die "alten Hasen" bei künftigen Einsätzen unterstützen zu können. Damit die Jungs und Mädels auch fachlich Wissen erlernen, wurden neben den normalen Übungen an zusätzlichen 24 Abenden Theorie und Praxis gebüffelt. Ein besonderes Ereignis war, so Schartel, der "Berufsfeuerwehr-Tag", der die Feuerwehranwärter über 24 Stunden bei verschieden Übungen und Einsätzen den Alltag eines Berufsfeuerwehlers aber auch das Gemeinschaftsgefühl näher gebracht wurde.

Martin Lang, stellvertretender Kommandant und der Leiter der Abteilung "Atemschutz" berichtet in der Versammlung, daß derzeit 24 Kameradinnen und Kameraden buchstäblich ins Feuer gehen. Auch hier wird die Aus- und Weiterbildung groß geschrieben. So muß mindestens einmal im Jahr jeder Atemschutzgeräteträger neben der theoretischen Unterweisung mindestens eine Einsatzübung sowie die Ausbildungsstätte in Schweitenkirchen besuchen. Bei den insgesamt 14 Übungen und acht Brandeinsätzen wurden insgesamt 71 Mal Atemschutzgeräte getragen.

Für den Fachbereich "Absturzsicherung" zeigt sich Robert Wiesender verantwortlich. Bei insgesamt sechs Übungen gewöhnten sich die mittlerweile 16 Protagonisten an Höhen und Tiefen und vertieften das Anlegen von Knoten und Stichen sowie das Sichern von Personen und Gegenständen. Bei einem Einsatz mußten im vergangenen Jahr lose Dachziegel von der Pfarrkirche St. Georg geborgen und wieder sicher eingebaut werden.

Kommandant Franz Amesreiter konnte im Rahmen der Jahreshauptversammlung gleich vier Beförderungen aussprechen. So wurde Tobias Zagler zum Löschmeister, Christian Neukäufer und Franz Schweiger jeweils zum Hauptlöschmeister und Erich Widhopf zum Brandmeister ernannt.
Kreisbrandinspektor Christian Nitschke erläuterte in seiner Ansprache aktuelle Themen auf Landkreisebene. So wird es unter anderem eine eigene Ausbildung zum Thema "Löschen mit Schaum" und ein eigenes Notfallkonzept im Bereich Atemschutz geben.
Auch die Großübung auf dem Klosterberg ist nicht spurlos an der Inspektion und der Katastrophenschutzbehörde am Landratsamt vorbei gegangen. Der Einsatz beim Brand der Raffinerie in Vohburg wäre nicht so reibungslos verlaufen, hätte es die Klosterberg Übung nicht gegeben, so Nitschke. Der Inspektor bedankte sich auch im Namen seines Kreisbrandmeister Klaus Reiter für das Engagement und die gute Zusammenarbeit auf allen Ebenen. Besonders beglückwünschte Christian Nitschke die hervorragende Jugendarbeit. Es ist schon etwas besonderes, eine der größten Jugendgruppen im Landkreis zu haben.

Bürgermeister Manfred Russer bedankte sich ebenfalls in seiner Ansprache bei den Kameradinnen und Kameraden. "In Hohenwart wird gearbeitet!"

Die Feuerwehr hat mehrere Dimensionen, so Russer. Neben der eigentlichen Tätigkeit, dem "Retten, Löschen, Bergen, Schützen" ist bei der Hohenwarter Feuerwehr auch die Vereinsarbeit großgeschrieben. Diese Tätigkeit wird von der Hohenwarter Bevölkerung geschätzt und gerne angenommen. Er merkt aber auch, daß der freundschaftliche Geist unter den Kameradinnen und Kameraden noch vorhanden ist.

Die Großübung, so der Bürgermeister weiter, war mehr als beindruckend und brachte für die Marktgemeinde eine enorme Außenwirkung.

Nach den Ansprachen wurden für 20 Jahre aktiven Dienst Stefan Irnhauser, Andreas Peyerl und Christian Schweiger und für 25 Jahre aktiven Dienst Anna Amesreiter, Robert Schlittenbauer, Florian Schröder und Andreas Strohmayr geehrt.
Auf stolze 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst kann der 1. Kommandant Franz Amesreiter zurückblicken.

Zum Ende der Jahreshauptversammlung standen die Wahlen der kompletten Vorstandschaft an. Da sich der Vorstand Thomas Schmid, der Schriftführer Florian Schröder und der langjährige Beisitzer und frühere Vorstand Georg Peyerl nicht mehr zur Wahl stellten, wurde die Vorstandschaft komplett umgekrempelt und verjüngt.

So führen den Verein für die kommenden sechs Jahre Anna Amesreiter und als deren Vertretung Sonja Wiesender. Die Kasse führt künftig Andreas Peyerl und die Protokolle fertigt Benedikt Wiesender an. Als Beisitzer in der Vorstandsschaft sind Moritz Fahn, Sebastian Fahn sowie Franz Schweiger vertreten. Die Kassengeschäfte werden weiterhin von Stefanie Schmid und Stefan Irnhauser geprüft.

Zum Schluß bedankte sich die neue Vorsitzende Anna Amesreiter im Namen der kompletten Vorstandschaft für das endgegengebrachte Vertrauen und beendete nach knapp 4 Stunden die Versammlung.



Ehrung FF
 
 

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