Gewinn aus Herbstdult eingelöst

14.11.2014

Ernst Petz gab tiefen Einblick in die Geschichte von Hohenwart

Mit einer Reise in die Vergangenheit von Hohenwart lockte einer der Hauptpreise die der Gewerbeverein Paartal Hohenwart in der Herbstdult verloste.

Maria Neuzner aus Hohenwart war die glückliche Gewinnerin, die mit 9 weiteren Verwandten und Bekannten am Freitag den Preis einlöste. Auf sie wartete am Freitagnachmittag der Vorsitzende des Gewerbevereines Thomas Reis im Hohenwarter Rathaus. Bevor Geschäftsleiter Ernst Petz allerdings mit seinen Geschichten beginnen konnte, gab es erst einmal einen Sektempfang.

Danach hatte Petz etwas Besonderes und exklusives für die kleine Gruppe vorbereitet. Auf einen großen Tisch hatte er einige alte Originalurkunden aus dem frühen 17. Jahrhundert mit Siegeln aus dieser Zeit ausgestellt. Fast ehrfürchtig wurden Blicke in die alten Schriften geworfen die von Jahrmärkten, Brauereiordnungen und Markterhebungen erzählen. Stolz ist Ernst Petz besonders auf das Beschlussbuch von 1583 und der kompletten Güterbeschreibung in 5 Bänden aus dem 17. Jahrhundert. In dem alten Beschlussbuch sind allerdings, erklärte Hohenwarts Geschäftsleiter, keine Beschlüsse wie wir sie heute aus den Sitzungen kennen. Es handelt sich um kleine Gerichtsfälle die der damalige Bürgermeister zu klären hatte. So wird gleich zum Anfang des Buches der Streit zwischen einem Hohenwarter Taglöhner und dem Pfarrer aus Englmannszell um einen ausstehenden Lohn verhandelt, weis Petz zu berichten.

Wertvoll sind aber auch alte Steuerakten aus 1775 und 1825 in denen sich zum erstenmal die Hausbezeichnungen herrauslesen lassen.

Bei dem gemeinsamen Rundgang vom Marktplatz über die Kirchstraße in die Kapellenstraße ging Petz auf den großen Brand von 1840 ein, den Hohenwarts damaliger Bürgermeister Joseph Eberle in seiner handgeschriebenen Chronik akribisch dokumentierte. Das Spital, das seinen Dienst für 7 arme Familien 1531 in Hohenwart aufnahm, war zusammen mit dem Tor und der Marktkirche allemal einen Halt wert.

Verloren und vergessen sind viele der ursprünglichen Hausnamen von Hohenwart die meist aus Berufen und Namenszusammensetzungen im Übergang zum 19. Jahrhundert entstanden. Der Blodschmied (die Schmiede am Platz) der Brehmo (Breinmann = Hirsehändler) sind aber auch noch heute geläufige Bezeichnungen aus dieser Zeit. Gespannt lauschte die Hohenwarter Gruppe den Erzählungen von Petz während des Rundganges der nach einer Stunde beim Metzgerbräu endete. Doch bevor es zum gemeinsamen Abendessen, dem letzten Teil des Preises ging, wies Petz noch auf das geschichtlich fundamentierte Brauereiwesen in Hohenwart hin, das hier beim Metzgerbräu mit seinen Anfang hatte.

Beim gemütlichen Beisammensein wurde dann noch viel geschichtliches Wissen ausgetauscht und für Thomas Reis der Beweis dafür, dass dieser Preis des Gewerbeverbandes ein Volltreffer war.

Einblick in die Geschichte Hohenwarts
Einblick in die Geschichte Hohenwarts
 
 
 

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