Helferkreis Asyl mit neuer Struktur

13.10.2015

Gemeinde erwartet 60 neue Asylbewerber in den kommenden Monaten.

Der Helferkreis Asyl der Gemeinde Hohenwart hat sich eine neue Struktur gegeben, um die vielen unterschiedlichen Aufgaben auf mehr Schultern zu verteilen. Derzeit leben rund 30 Asylbewerber in der Gemeinde, 60 weitere sollen in den kommenden Monaten dazukommen. Bei einem Treffen der ehrenamtlichen Helfer, gemeinsam mit den in der Gemeinde lebenden Asylbewerbern, Vertretern von Caritas und Landratsamt und Bürgermeister Manfred Russer wurde die neue Struktur vorgestellt.

Künftig gibt es feste Ansprechpartner für die verschiedenen Arbeitsgebiete. Bislang liefen alle Fäden bei Helferkreisgründungsmitglied Silvia Stark zusammen. Für die Arbeitsbereiche Kleiderkammer, Deutschkurse, Behördengänge, Feste und Feiern, Freizeitprogramm, Schule, Kindergarten und Öffentlichkeitsarbeiten wurden neue Koordinatoren gefunden, Silvia Stark wird sich weiterhin um die Arbeitsplatzsuche und die Betreuung im Abschiebefall kümmern. Das Organigramm wird bald auf der Homepage der Gemeinde Hohenwart veröffentlicht, damit sowohl Asylbewerber als auch die Bürger bei Fragen zu speziellen Themen den richtigen Ansprechpartner finden. „Um auch die neuen Asylbewerber effizient betreuen zu können, müssen wir unseren Helferkreis weiter vergrößern“, betont Silvia Stark. Interessierte Bürger können sich jederzeit beim Helferkreis melden.

„Ohne die Ehrenamtlichen würde das alles nicht funktionieren“, hob Bürgermeister Russer hervor. Besonders gute Deutschkenntnisse und die Vermittlung in Arbeitsverhältnisse seien die wichtigsten Voraussetzungen für Integration. „In der derzeitigen Situation werden in der Bevölkerung viele Ängste wach, dem müssen wir entgegen wirken“, sagte er. „Wir müssen die Menschen, die hierher kommen nicht nur fördern sondern auch fordern“, betonte Russer. Dies könne aber nur gelingen, wenn die Zahl der Asylbewerber in der Gemeinde überschaubar bleibe. „Deshalb werde ich mich auch mit aller Kraft gegen die Belegung von Turnhallen wehren.“ Sonst stehe zu befürchten, dass die Akzeptanz in der Bevölkerung sinke. Zum Schluss sprach er auch ein Lob aus für die in Hohenwart lebenden Asylbewerber: „Ich danke unseren Asylbewerbern für ihre Disziplin, wir haben hier wirklich null Probleme.“

Bei der anschließenden Vorstellungsrunde beeindruckten vor allem die Kinder mit ihren Deutschkenntnissen. Auch die meisten erwachsenen Flüchtlinge nutzen die drei Mal in der Woche stattfindenden Deutschkurse des Helferkreises, um ihre Sprachkenntnisse zu verbessern – „eine Grundvoraussetzung für Integration und um Arbeit zu finden“, betonte Russer. Einige der Asylbewerber befinden sich bereits in festen Arbeitsverhältnissen, weitere Stellen, vor allem im handwerklichen Bereich, werden derzeit noch gesucht.

 
 

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