Pflege von Hecken und Feldgehölzen in der Marktgemeinde in vollem Gang

15.02.2021

Richtige Heckenpflege sorgt für Artenvielfalt!

Jedes Jahr im späten Winter, werden im Gemeindegebiet die öffentlichen Hecken und Feldgehölze zugeschnitten.
Diese Pflegemaßnahmen, insbesondere die Entnahme von größeren Gehölzen, stoßen gelegentlich bei Spaziergängern und Wanderern auf Unverständnis.

Hier bittet die Verwaltung, zu berücksichtigen, dass Hecken einen Pflegeschnitt benötigen, um sie auf Dauer zu erhalten. Die Pflegemaßnahmen werden im Übrigen mit den zuständigen Fachbehörden eng abgestimmt und sind auf das Winterhalbjahr von 1. Oktober bis 28. Februar begrenzt. Die Hecken werden abschnittsweise gepflegt. Damit bleiben für die Tiere Rückzugsmöglichkeiten, und der landschaftliche Eingriff ist nicht zu stark.

Hecken und Feldgehölze sind Teil der menschlichen Kulturlandschaft, deshalb benötigen sie, im Gegensatz zur reinen Naturlandschaft, zu ihrem Erhalt eine gewisse Pflege. Denn würde man sie sich selbst überlassen, würden sie alsbald überaltern, vergreisen und artenmäßig verarmen.

Die Pflegeziele können unterschiedlich sein, wie zum Beispiel Verjüngung der Hecke, Begrenzung des Breitenwuchses, Erhaltung oder Förderung des Saumes, Umbau oder Regulierung des Baum-, Strauch- oder des Artenanteils, Erhaltung oder Wiederherstellung der Verkehrssicherheit.

Gehölzarten wie Schlehe, Hartriegel, Zitterpappel, Robinie und Vogelkirsche können mit Ausläufern - Liguster und einige Strauchweiden mit anwurzelnden Absenkern - ihren Standraum in kurzer Zeit überwachsen. Samenanflug von Ahorn, Esche und Weide, die "Aussaat" von Eiche, Wal- und Haselnuss durch Rabenvögel und Nager führen dazu, dass Hecken in wenigen Jahren beträchtlich an Größe zunehmen.

Ohne Verjüngungsmaßnahmen, wie zum Beispiel Stocksetzung, altern viele Straucharten, verkahlen von unten, besonders wenn sie zu eng stehen, oder fallen auseinander. Alternde Bäume, vor allem Pappeln und Eichen, werfen ganze Äste ab.

Auf zu engem Standraum gepflanzte Hecken mit einem zu hohen Anteil an Bäumen sind ein häufiger Fehler früherer Windschutzpflanzungen, die im Rahmen von Flurbereinigungsmaßnahmen entstanden. Hier wurden bevorzugt raschwüchsige Arten verwendet. Die Bäume wachsen in diesem Fall notgedrungen mit den Kronen in die Breite, überwachsen dabei ihren ohnehin begrenzten Standraum, behindern die Durchfahrt angrenzender Wege, beschatten angrenzende Grundstücke oder sind, bedingt durch die gegenseitige Konkurrenz, in ihrer Vitalität so eingeschränkt, dass sie oder zumindest Teile der Krone zu früh absterben. Sie können so zu einem Sicherheitsrisiko werden. Sehr oft wird dadurch die Strauchschicht unterdrückt oder zum Absterben gebracht, wodurch Hecken ihre Windschutzfunktion verlieren. Meist jedoch versuchen die Sträucher dem Schattendruck seitlich auszuweichen, was zur stetigen Verbreiterung der Hecke führt.

Hecken und Bäume sind Lebensraum vieler Vögel, Insekten und anderer Tiere. Sie alle finden hier Nahrung, Unterschlupf und Nistmöglichkeiten. Eine richtig gepflegte Hecke kann so manches Landschaftsbild verschönern und ist ein fester Bestandteil der traditionellen, bäuerlichen Kulturlandschaft.

All diese Maßnahmen dienen somit gleichermaßen der Erhaltung der Arten- und Tiervielfalt in unserer Marktgemeinde.

 
 

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