Ergebnisse der Bauausschusssitzung

10.10.2018

Breite Themen-Palette beschäftigt Hohenwarter Bauausschuss

Stark gefordert waren die Mitglieder des Hohenwarter Bauausschusses in ihrer letzten Sitzung. Mit klarem Blick und kühlem Kopf wurde die von der Verwaltung vorbereitete Tagesordnung zielgerichtet und umfassend abgearbeitet.
Nach einer etwa 1-stündigen Besichtigungs-Tour –diese führte nach Weichenried, Lindach, Thierham und in’s Gewerbegebiet an der Industrie- bzw. Erlenstraße in Hohenwart- ging es wieder zurück in’s Rathaus.

In Weichenried hat ein Bewohner im Baugebiet „Pörnbacher Straße“ angefragt, ob er eine bislang wenig gepflegte Grünfläche, die an sein Wohngrundstück angrenzt, als Rasenfläche nutzen und demensprechend auch pflegen kann. Dazu wurde Zustimmung erteilt.
Keinen Handlungsdruck konnte der Bauausschuss im Zusammenhang mit Oberflächenwasserabfluss bei Regenereignissen aus einem Feldweg in Lindach ableiten. Das abfließende Oberflächenwasser wird über ein kleines Auffangbecken in die Oberflächenwasserkanalisation eingeleitet. Das Becken wird von einem Anlieger entsprechend gepflegt, sodass die Funktionalität gewährleistet und nachteilige Wirkung auf Unterlieger ausgeschlossen ist.
Eine Anwohnerin in der Seibersdorfer Straße in Thierham hat die Verwaltung darauf aufmerksam gemacht, dass viele Fahrzeuge, aus Richtung Schlott und Seibersdorf kommend, die vorgegebene Geschwindigkeit von 50 km/h ignorieren. Dieser Hinweis wurde durch Überprüfung mittels einer Geschwindigkeits-Messanlage bestätigt. Um hier Abhilfe zu schaffen, wurde die Verwaltung des Marktes Hohenwart beauftragt, zusätzlich vor der Ortstafel die Geschwindigkeit auf 70 km/h zu begrenzen.

Parkende LKW’s in der Erlenstraße beim Norma-Einkaufsmarkt haben Anwohner und Verkehrsteilnehmer auf den Plan gerufen. Bedingt durch die parkenden Fahrzeuge kann die Erlenstraße nur halbseitig befahren werden. Dieser Umstand führt zwangsläufig zur Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit im Bereich der Einmündung der Erlenstraße in die Industriestraße aber auch im Bereich der Zu- und Ausfahrt zum bzw. vom Parkplatz des Einkaufsmarktes. Selbst bestehende Park- bzw. Halteverbote wurden bislang ignoriert. Um künftig sicher zu stellen, dass die Verkehrssicherheit gewährleistet ist, und eine Verlagerung des Problems auf andere Bereich in diesem Gebiet auszuschließen, hat der Bauausschuss einem Parkverbot im gesamten Bereich für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht zugestimmt.
Ebenso wurde eine Parkverbotsregelung im Industriegebiet „Ziegelstadeläcker sowie im „Gewerbepark“ im Bereich der Fraunhofer-, Siemens-, Diesel-, Carl-Benz-, Robert-Bosch- und Gutenbergstraße angeordnet. Das Parkverbot täglich gilt in der Zeit von 18:00 Uhr bis 06:00 Uhr. Diese Bereiche wurden bisher von LKW Fahrern, die nicht zu den angesiedelten Gewerbebetrieben zugeordnet werden können, als Parkplatz aber auch zur Verrichtung von Notdurft sowie als Müllhalden genutzt
.
Der Bereich der Windsberg-Siedlung in Freinhausen ist als sog. 30er-Zone mit entsprechender Beschilderung ausgewiesen. Allerdings wird diese Geschwindigkeits-beschränkung offenkundig nur bedingt befolgt. Um der Zonenbeschränkung Nachdruck zu verleihen, wurde beschlossen, in den Fahrbahnbereich eine sog. Thermo-Plastik in Form der Zahl 30 einzufräsen.

Bis auf zwei Anträge wurde zu den vorliegenden Bauvorhaben das gemeindliche Einvernehmen erteilt und damit sozusagen „grünes Licht“ gegeben. Aus Sicht des Bauausschusses können folgende Bauvorhaben realisiert werden:
-Verlängerung einer bestehenden Garage in der Richildisstraße in Klosterberg
-Errichtung eines Wohnhauses in der Adelshausener Straße in Freinhausen
-Neubau einer landwirtschaftlichen Maschinenhalle in Schenkengrub
-Errichtung einer Servicehalle zur Pflege betriebseigener Autos in der Pfaffenhofener Straße in Thierham
-Neubau eines Wohnhauses mit max. 2 Wohneinheiten (2 WE)
-Errichtung eines Anbaus an ein bestehendes Wohnhaus mit Dachgaube sowie eines Carports in der Talstraße in Deimhausen
-Neubau eines Bürogebäudes in Eulenried
-Errichtung von zeitlich befristeten (Juli 2019) Stellplätzen zur Lagerung von Neufahrzeugen in Freinhausen
-Errichtung von 3 Einfamilienhäusern in der Blütenstraße in Koppenbach
-Verlängerung der Geltungsdauer einer Baugenehmigung zum Neubau eines Einfamilien-Wohnhauses in der Adeslhausener Straße in Freinhausen
-Verlängerung der Geltungsdauer eines bereits erteilten Vorbescheides zur Umnutzung einer Scheune in ein Seminarhaus bei Lindach
Keine Zustimmung erhielten diese Bauvorhaben:
-Antrag eines Vorbescheides zur Errichtung von 3 Einfamilien-Wohnhäusern an der Ostendstraße in Hohenwart (bei dem, zur Bebauung vorgesehenen Grundstück handelt es sich nach Auffassung des Bauausschusses um einen sog. Bauplanungsrechtlichen Außenbereich)
-die geplante Errichtung eines Doppelcarports „Am Steinberg“ in Eulenried. Dieser war außerhalb der festgesetzten Baugrenzen geplant. Einer Befreiung von dieser Festsetzung wurde –um einen Bezugsfall zu vermeiden- nicht zugestimmt.

Zur Pflege von ortsbildprägenden Bäumen beim Dorfheim in Freinhausen wurde die Verwaltung ermächtigt, einen entsprechenden Auftrag an eine Fachfirma zu erteilen.
Im Feuerwehrhaus in Hohenwart soll im Aufenthaltsraum eine Akustikdecke eingebaut werden. Ein entsprechender Auftrag im Umfang von rund 2.700,-- Euro wurde vergeben.
Entlang der Neuburger Straße –zwischen Paar und Abzweigung Schulstraße werden die Grünflächen neu gestaltet. Dazu wurde ein entsprechender Auftrag über ca. 3.200,-- Euro vergeben.
Schon vor längerer Zeit wurde an den Markt Hohenwart der Wunsch herangetragen, die Straße zwischen Lindach und Hardt –die von Kirchgängern und Schülern genutzt wird, obgleich ein Gehweg nicht vorhanden ist- mit einer entsprechenden Beleuchtungsanlage auszustatten. Der Bauausschuss hat diesen Wunsch aufgegriffen und die Verwaltung beauftragt, ein entsprechendes Projekt von den Bayernwerken auf planen zu lassen.
Der Markt Hohenwart verzichtet –genau wie alle anderen Gemeinden des Landkreises Pfaffenhofen a.d. Ilm- schon seit Jahren auf den Einsatz von „Unkraut-Behandlungsmitteln“ wie Glyphosat oder anderen Pestiziden im Bereich der Pflege öffentlicher Flächen wie Parkplätzen, Straßenrändern, Gehwegflächen u.a. Um die bestmögliche und umweltschonenste Pflege gewährleisten zu können, wurde die Bauverwaltung beauftragt, Angebote über Geräte auf Basis von Heißwasser-Einsatz einzuholen. Alternativ soll geprüft werden, ob der Maschinenring im Bereich der Pflege von öffentlichen Flächen Dienstleistungen anbietet.


 
 
 
 
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