Bericht zur Gemeinderatssitzung vom 18.01.2016

18.01.2016

Am 18.01.2016 traf sich der Marktgemeinderat Hohenwart zu einer ersten Sitzung im neuen Jahr. Im öffentlichen Teil wurde eine Reihe von Beschlüssen gefasst.

Projekt: Paartaler Sanddünen

Skeptisch stand der Marktgemeinderat den Ausführungen von Robert Rossa vom Ing. Büro FNL Landschaftsplanung aus München entgegen. Bei dem Projekt „Paartaler Sanddünen“ handelt es sich um ein „BayernNetzNaturProjekt“ das vom Bayerischen Naturschutzfond und dem Bezirk mit bis zu 90% gefördert wird. In dem Projektgebiet, das von Freinhausen über Deimhausen bis nach Klosterberg reicht, sollen neue Magerrasen hergestellt werden aber auch Ranken und Raine gepflegt und miteinander verbunden werden. Wichtig erklärte Rossa wäre es auch Wegeränder entsprechend zu pflegen. Die einzigartig in diesem Gebiet noch vorkommende Malven-Langhornbiene ist ausschließlich auf die Malve angewiesen. Die Malve, so Rossa wächst aber nur an Wegesrändern. Deshalb sollte da nicht mehr gemulcht werden. Bürgermeister Manfred Russer sieht die Marktgemeinde als gebranntes Kind was Schutzgebiete anbelangt. Auch aus den Reihen der Marktgemeinderäte kamen massiv diese Bedenken. So wird zum Beispiel durch ein Schutzgebiet der notwendige Radweg nach Freinhausen verhindert. Robert Rossa versicherte auf diese Argumente, dass es sich um keine Schutzgebietsausweisung handelt. Es wird in den Vereinbarungen mit den Grundstückseigentümern versichert, dass der Programmdauer von 5 Jahren das Grundstück wieder ohne Einschränkungen zur freien Verwendung steht. Eine Entscheidung allerdings will der Marktgemeinderat erst treffen, wenn von Seiten der Landschaftsplanung konkret die Grundstücke benannt werden.


Kläranlage Deimhausen

Von Vertretern des Ing. Büros Wipflerplan Pfaffenhofen wurden verschiedene Alternativen zur Abwasserbeseitigung Deimhausen aufgezeigt. Der chemisch- und biologische Sauerstoffbedarf ist in Deimhausen erheblich zu hoch und erreicht in der Spitze bis zu 600 Einwohnergleichwerte. Das ist das Doppelte was die Kläranlage an Kapazität aufweist. Spezialmessungen und Untersuchungen gaben aber keine Aufschlüsse über die Ursachen. Das Wasserwirtschaftsamt Ingolstadt drängt auf eine baldige Lösung. Eile ist auch geboten, da das Wasserrecht ausgelaufen ist. Konrad Kuffer von Ing. Büro Wipfler wies darauf hin, dass in Deimhausen neben dem Schmutzwasser auch große Mengen Niederschlagswasser aus einem Einzugsgebiet von 400 ha über den Hauptsammler in die Kläranlage gelangen. Bei der vorgelegten Studie wurden von den Fachleuten verschiedene Alternativen geprüft. So könnte die Kläranlage an gleicher Stelle in zwei verschiedenen Varianten gebaut werden. Die Kosten würden sich zwischen 1,5 und 1,8 Millionen belaufen. Auch eine Überleitung nach Freinhausen wurde geprüft und mit 1,9 Millionen Euro veranschlagt. Die letzte Variante birgt allerdings die Gefahr, dass an den Übergabestellen Geruchsbelästigungen entstehen könnten. Da sich diese Punkte alle im Ortsbereich Freinhausen befinden würden war diese Möglichkeit für den Gemeinderat schnell passe. Das Ing. Büro Wipflerplan wurde beauftragt für den Standort Deimhausen nun genaue Entwürfe anzufertigen. Nach dessen Vorlage wird sich der Marktgemeinderat dann endgültig entscheiden.


Ausbau einer Seitenstraße in Eulenried

Der Marktgemeinderat beschloss im Zuge des Kanal- und Straßenbaus in Eulenried auch die Seitenstraße zum Anwesen Ortsstraße 32a auszubauen. Die Stichstraße wird kanalisiert und die Straße ausgebaut.


Agenda

Unabhängig von der Haushalts- und Finanzplanung schreibt der Marktgemeinderat jährlich seine größeren Vorhaben für die nächsten Jahre fort. Bürgermeister Manfred Russer betonte, dass die in vier Arbeitsgebieten aufgeteilten Maßnahmen nicht abschließend sind aber auch keinen Anspruchsfaktor darstellen. Im Bereich Hochbau steht der Bauhof-Neubau ganz oben in der Agenda. Es folgen Schule, Rathaus und der Neubau von Sozialwohnungen. Im Kanalbau ist unter anderem die Sanierung der Kläranlage Deimhausen angedacht und im Straßenbau die bereits laufende Maßnahme in Eulenried. Aber dort stehen auch der Kreisverkehr an der Abzweigung von Hohenwart nach Freinhausen und immer noch der Radweg von Hohenwart nach Freinhausen. Wobei letzterer vom Bürgermeister mit einem großen Fragezeichen versehen wurde. In der Bauleitplanung hat das neue Baugebiet „Am Kerschberg II“ oberste Priorität. Auch die Planung weiterer Gewerbegebiete soll vorangetrieben werden.


Abrechnung Hopfakranzlfest

Ein voller Erfolg war für den Markt Hohenwart das Hopfakranzlfest das viele tausend Besucher anzog. Die Rückmeldungen waren alle positiv und auch der vorgegebene Finanzrahmen konnte eingehalten werden. Bürgermeister Russer präsentierte nun dem Marktgemeinderat die Abrechnung. 10.000 Euro wurden vom Marktgemeinderat an Ausgaben vorab genehmigt und 9.008 Euro waren es letztendlich. Nach Abzug von Standgebühren und einem Zuschuss des Landkreises Pfaffenhofen a.d.Ilm verblieb ein Defizit von 4.928 Euro.


Zuwendungsantrag TSV Hohenwart

Zwei größere Maßnahmen plant der TSV Hohenwart in 2016. Zum einen den Neubau einer Gerätehalle mit veranschlagten Kosten von ca. 53.000 Euro und zum anderen die Sanierung von 4 Tennisplätzen mit Kosten von ca. 100.000 Euro. Gefördert werden Investitionen laut den Förderrichtlinien mit 20% maximal 15.000 Euro. Der Marktgemeinderat beschloss beide Maßnahmen einzeln zu fördern und die Richtlinien je Maßnahme anzuwenden. Die Zuschüsse werden nach den tatsächlichen Kosten abgerechnet.

 
 

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