Bericht zur Gemeinderatssitzung vom 02.05.2016

02.05.2016

Erlebnispark geplant.

Einen Erlebnispark will die Marktgemeinde Hohenwart in die laufende Leader Förderperiode beim Altbayerischen Donaumoos einbringen.
Bürgermeister Manfred Russer informierte über die letzte Lenkungsausschussitzung in dem allerdings noch kein Projekt aus Hohenwart abgesegnet wurde. Angedacht ist auf dem Gelände des Spielplatzes in Klosterberg einen Erlebnispark mit gehobenem Standard zu planen. Unter anderem ist auch ein größerer Schlittenberg angedacht. Bis Oktober sollte das Konzept dann stehen und beim Lenkungsausschuss eingereicht werden.

Mit der Ausarbeitung des Planes beauftragte der Marktgemeinderat Günter Beltzig aus Deimhausen. Russer schlug vor einen Arbeitskreis zu bilden, bei dem sich auch Interessierte Bürger gerne einbringen können.


Neuer Bauhof

Der Bau eines neuen Bauhofes dürfte in eine entscheidende Phase eingetreten sein. Mit dem Kauf eines Grundstückes an der B 300 in der Nähe des Industriegebietes wurde zuerst der Standort festgelegt. Eine entsprechende Bauleitplanung wurde bereits auf den Weg gebracht. Zusammen mit dem beauftragten Planer Gerhard Breu, begaben sich Mitglieder des Marktgemeinderates und der Bauverwaltung auf eine Tour um verschiedene Bauhöfe zu besichtigen. Auf zwei Bauhöfe richtete sich letztendlich das Augenmerk der Delegation konnte Florian Schröder vom Bauamt berichten. Er stellte die Bauhöfe in Aresing und Altomünster mit Fotos und Informationen zu Bauweise und Kosten vor. Gerade was die Kosten aber anbelangt musste Bürgermeister Russer eigestehen, wird man sich von der Million wohl verabschieden müssen. So wurden in Aresing Kosten von ca. 1,6 Millionen Euro genannt. Über die weiteren Planungsschritte versprach Russer, den Marktgemeinderat zeitnah zu informieren.


FFH Gebiet Paar-Ecknach


Ein Mangementplan Entwurf für die FFH Gebiete „Paar-Ecknach“ wurde von der Regierung von Schwaben als zuständige höhere Naturschutzbehörde in Auftrag gegeben. In den ersten beiden Abschnitten des Entwurfes wird die Erstellung des Planes sowie das FFH Gebiet beschrieben. Im dritten Abschnitt werden dann die Erhaltungsziele gebietsbezogen konkretisiert. Insbesondere geht es um Maßnahmen entlang der Paar bei dem auch Grundstücke der Marktgemeinde Hohenwart betroffen sind.

Grundsätzlich besteht mit den im Plan beschriebenen Erhaltungszielen und Maßnahmen, die sich unmittelbar auf den Bereich der Paar beziehen, Einverständnis. Allerdings folgt dann ein ganzer Katalog von Bedenken den die Marktgemeinderäte in ihrer gemeinsamen Stellungnahme vorbringen.

So wird das formulierte Ziel zur Erhaltung bzw. Wiederherstellung der Population des Bibers kategorisch abgelehnt. Der Biber ist im Bereich des Marktes Hohenwart bereits zur Plage geworden und das verträgliche Maß ist überschritten. Aus Sicht des Marktes Hohenwart muss das bisherige Bibermanagement völlig geändert werden.

Der Hinweis auf die natürliche Dynamik mit regelmäßigen Überflutungen am Verlauf der Paar muss sich explizit auf den Bereich außerhalb von bebauten und bewohnbaren Gebieten beziehen. Im Bereich der Ortschaft sind diese Ziele dem technischen Hochwasserschutz unterzuordnen.

Besonderen Wert legt die Marktgemeinde auch darauf, dass durch den Managementplan die allgemein übliche und anerkannte landwirtschaftliche Nutzung der Flächen nicht beeinträchtigt oder gar unmöglich gemacht werden.

Ein weiterer Kritikpunkt ist die Aussage zur Extensivierung der fischereiwirtschaftlichen Nutzung der Alt- und Fließgewässer. Aus Sicht der Marktgemeinde ist eine Einschränkung nicht hinnehmbar.

Besonderen Wert legt der Marktgemeinderat darauf, dass vor Durchführung einzelner Maßnahmen die Zustimmung des Eigentümers eingeholt wird und die Kosten durch den Verursacher ohne Einschränkungen zu übernehmen sind.


Bauleitplanung

In Sachen Bauleitplanung gab es einige Tagesordnungspunkte abzuarbeiten. Im Bebauungsplan „Marktkreppenäcker“ in Deimhausen wird in Zukunft auch ein Walmdach zulässig sein.

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite der Werkstätten von Regens Wagner soll ein Gelände für tiergestützte Therapie für Menschen mit Behinderung entstehen. Eine entsprechende Aufnahme bzw. Änderung des Flächennutzungsplanes wurde zugestimmt.

Im Bebauungsplan „Pörnbacher Straße“ in Weichenried wird durch die Änderung des Bebauungsplanes der Anbau einer Garage mit Satteldach an eine Doppelhaushälfte ermöglicht. Zudem wird die Baugrenze verschoben.

Im Bebauungsplan „Hohenwart Süd“ wird auf einem bereits bebauten Grundstück eine zweite Wohneinheit genehmigt.

Änderungen im Bereich Baugrenzen, Dachform und Dachüberstand wurden für den Bebauungsplan „Sportgelände Hohenwart“ im Zusammenhang mit dem Bauvorhaben des TSV Hohenwart einstimmig beschlossen.


Verschiedenes

Eine etwas delikate Information erhielten die Mitglieder des Marktgemeinderates Hohenwart von Bürgermeister Manfred Russer am Schluss der öffentlichen Sitzung.
Unter dem Punkt „Verschiedenes“ verlas der Bürgermeister ein anonymes Schreiben das vor einigen Tagen im Rathaus einging. Der anonyme Schreiber stellt die Frage ob unser Bürgermeister ein Wahnsinniger sei, in Hinblick auf die Investitionen Schulbau, Bauhof und Verwaltungsbau. Dazu stellt er die Ausbaubeitragssatzung in Frage und kritisiert der Personalstand beim Markt Hohenwart.
Eigentlich, so Russer, gehört ein solches Schreiben in den Papierkorb. Aber Kritik ist für Ihn als Bürgermeister nichts Ungewöhnliches. Nur wäre es ihm dann schon recht, offen miteinander zu kommunizieren.

 
 

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