Bericht zur Bauausschussitzung vom 27.09.2016

27.09.2016

Straßenerneuerung Eulenried: Bauausschuss beschließt Verlängerung des Gehweges am südlichen Ortsende

Mit einer umfangreichen Ortsbesichtigung begann die letzte Sitzung des Hohenwarter Bauausschusses.

Die Erneuerung der Ortsdurchfahrt Eulenried im Zuge des Ausbaus der Gemeindeverbindungsstraße B 300 – Eulenried –Tegernbach wirft immer wieder Fragen auf, bzw. es treten immer wieder Situationen auf, die umgehend geregelt werden müssen, um den Baufortschritt nicht zu beeinträchtigen. Bevor die Ausschussmitglieder ihren Rundgang starteten, konnten Bürgermeister Manfred Russer und die Mitarbeiter im Bauamt des Marktes Hohenwart, Florian Schröder und Eberhard Ade schon mal eine gute Nachricht verkünden. Der Einbau der Asphalttragschicht in der Ortsdurchfahrt ist für Dienstag/Mittwoch, den 11./12. Oktober eingetaktet. Während der Asphaltierungsarbeiten kann es durchaus zu Beeinträchtigungen, was die Erreichbarkeit der jeweiligen Anwesen bzw. das Verlassen dieser anbelangt. Es ist vorgesehen, dass ein Mitarbeiter der Straßenbaufirma die betroffenen Personen durch persönliche Ansprache zu informieren. Dies bestätigten auch die Herren Christian Zintek und Lukas Tretter von WipflerPlan.

Nachbesserungen wurden in puncto Gabionen-Wand am nördlichen Ortseingang sowie beim Ausbau des Gehweges am südlichen Ortseingang beschlossen. Die Gabionenwand wird an den Verlauf der Böschung angepasst, damit diese vom Anlieger einfacher gepflegt werden kann. Andererseits waren sich die Ausschuss-Mitglieder einige, dass durch diese Änderung auch das Ortsbild ansprechender gestaltet werden kann. Die Mehrkosten für diese Änderung werden nicht in den beitragsfähigen Ausbauaufwand, der ja von den Anliegern zu tragen ist, eingerechnet. Der Aufwand für die Verlängerung des Gehweges am südlichen Ortsrand entlang des Anwesens Nr. 34 bis zum dort verlaufenden Feldweg dagegen ist beitragsfähiger Aufwand. Die Verlängerung des Gehweges ist durchaus gerechtfertigt, weil dadurch auch ein sog. Hinterliegergrundstück –welches auch zum Ausbaubeitrag herangezogen wird- angebunden werden kann. Bestätigt hat der Bauausschuss die ursprünglich vorgesehene Abgrenzung des öffentlichen zum privaten Bereiches durch einen sog. Graniteinzeiler. Einig war man sich auch, dass dieser Graniteinzeiler auf Privatgrund versetzt wird, damit die Gehwegfläche (diese wird gepflastert) ein homogenes Erscheinungsbild bekommt und nicht durch Vor- und Rücksprünge der Pflasterzeile gestört wird.

Nach Abschluss der Baustellenbesichtigung und Begutachtung einer Wegböschung westlich von Eulenried ging es wieder zurück ins Rathaus nach Hohenwart wo eine umfangreiche Tagesordnung auf die Ausschussmitglieder wartete.

Das gemeindliche Einvernehmen wurde erteilt zu folgenden Bauanträgen:
Aufstockung einer bestehenden Garage zur Wohnraumerweiterung in der Fischerstraße;
Errichtung einer Lagerfläche mit Bau-Container im Vorfeld der Ausweisung eines Gewerbegebietes an der Hohenwarter Straßen am Westrand von Freinhausen;
Erschließung des Dachgeschoßes an einem bestehenden Wohnhaus am Vormarkt durch Errichtung einer Außentreppe;
zum Antrag auf Vorbescheid zum Neubau eines Doppelhauses im Baugebiet „Am Steinberg III“ in Eulenried wurde zwar das gemeindliche Einvernehmen erteilt. Dazu wurde jedoch vom Marktgemeinderat Hohenwart die Änderung des Bebauungsplanes beschlossen. Diesem Verfahren will der Bauausschuss nicht vorgreifen und hat deshalb die Zurückstellung dieses Antrages bis zur Planreife des Änderungsverfahrens angeregt bzw. beantragt;
Abbruch und Neubau eines Wohnhauses in Freinhausen „Am Windsberg“;
Antrag auf Vorbescheid zur Errichtung eines Einfamilienwohnhauses in der Ringstraße in Hohenwart; Anbau eines Treppenhauses an ein bestehendes Wohnhaus am Schlotter Weg in Thierham;
Antrag auf Vorbescheid zur Errichtung eines Doppelhauses oder zweier Einzelhäuser in Seibersdorf; Antrag auf Nutzungs-änderung eines ehemals landwirtschaftlich genutzten Gebäudes in eine Lagerhalle in Seibersdorf;
Antrag zur Erteilung eines Vorbescheides zum Abbruch eines ehemaligen Wohnhauses sowie zur Errichtung eines Wohnhauses mit vier Wohneinheiten an gleicher Stelle in der Neuburger Straße in Hohenwart sowie zum Antrag auf Verlängerung eines Vorbescheides zur Errichtung von 2 Einfamilienhäusern an der Hohenwarter Straße in Freinhausen.

Nach nochmaliger Prüfung der Sachlage und nach Gesprächen mit weiteren Anliegern hat der Bauausschuss einen Beschluss aus der letzten Sitzung einkassiert. Damals wurde im Zusammenhang mit der Aufstellung eines Verkehrsspiegels im Baugebiet „Am Steinberg II“ in Eulenried angeregt bzw. beschlossen, die Fahrbahn etwas auf zu weiten um bessere Sichtverhältnisse zu erzielen. Diese Maßnahme wurde aber im Nachhinein von der Mehrzahl der Anliege abgelehnt.

Intensiv befasste sich das Gremium mit der Auswertung von Geschwindigkeitsmessungen sowie der Zählung von Fahrbewegungen in Seibersdorf. Dort, so hatten Anlieger festgestellt, hätte nach Ausbau des Verbindungsweges von Seibersdorf über die Freiflächen-PV-Anlage zur Kreisstraße PAF 4 –Richtung Tegernbach- das Verkehrsaufkommen sowie die Fahrgeschwindigkeiten deutlich zugenommen. Diese subjektive Sichtweise wurde durch die Auswertung nicht bestätigt. Insofern sieht der Bauausschuss keine Grundlage für diesen Bereich die beantragte „Tempo 30 – Zone“ einzurichten.
Dagegen soll im Bereich der Schulbushaltestelle in Seibersdorf die Sicherheit der Kinder durch Reduzierung der zulässigen Geschwindigkeit von 50 km/h auf 30 km/h verbessert werden.

Große Bauchschmerzen bereitet dem Bauausschuss ein geplantes Bauvorhaben in der Ringstraße in Hohenwart. Dort ist geplant, ein bestehendes Einfamilien-Wohnhaus abzureißen und einen Geschoßwohnungsbau auf 3 Ebenen (Erdgeschoß, Obergeschoß und Dachgeschoß) mit sieben Wohneinheiten (4 Dreizimmer und 2 Zweizimmerwohnungen sowie eine Dachgeschoßwohnung) zu errichten. Die für die Wohnungen erforderlichen Stellplätze (pro Wohneinheit zwei) sollen weitgehend in einer Tiefgarage untergebracht werden. Nachdem dieses Vorhaben doch eine große Tragweite entfalten wird, was die geordnete Nachverdichtung des Baugebietes „Thierhamer Moos“ betrifft, wird sich wohl der Marktgemeinderat befassen müssen. Wie der Planer des Antragstellers erläuterte, gebe es in diesem Baugebiet bereits „Bezugsfälle“. Insofern bestehe für das geplante Bauvorhaben grundsätzlich Baurecht. Dennoch könnte es am Ende auf einen Änderungsbeschluss zum Bebauungsplan gekoppelt mit einer Veränderungssperre hinauslaufen. Grundsätzlich besteht sowohl im Bauausschuss als auch im Marktgemeinderat Konsens darüber, dass ältere Baugebiete im gesamten Gemeindebereich behutsam nachverdichtet werden sollen. Dazu soll der Marktgemeinderat die entsprechenden „Leitlinien“ vorgeben. Vor einer abschließenden Entscheidung sollen die unmittelbar betroffenen Grundstücksnachbarn zu einem Gespräch eingeladen werden.

In einem diffusen Zustand befinden sich die Straßenbäume im Bereich“Vormarkt“ in Hohenwart. Hier muss dringend ein roter Faden gefunden werden, was die Pflege und Entwicklung der mittlerweile rund 40 Jahre alten Linden betrifft. Aus diesem Grunde hat der Bauausschuss beschlossen, einen Profi zu beauftragen, die Bäume durch entsprechende Pflegemaßnahmen in einen fachlich und optisch vernünftigen Zustand zu bringen. Gleichzeitig sollen Bauhofmitarbeiter aber auch Anlieger eingebunden werden, um sich künftige Pflegemaßnahmen erläutern zu lassen.

Fachmännische Pflege ist bei den Linden am Vormarkt dringend geboten. Der Bauausschuss hat einen entsprechenden Auftrag vergeben.
Fachmännische Pflege ist bei den Linden am Vormarkt dringend geboten. Der Bauausschuss hat einen entsprechenden Auftrag vergeben.
Für die Verlängerung des Gehweges am südlich Ortsende von Eulenried wurde der Auftragsumfang erweitert. Mit dieser Maßnahme wird eine fußläufige Anbindung eines Hinterliegergrundstückes gewährleistet.
Für die Verlängerung des Gehweges am südlich Ortsende von Eulenried wurde der Auftragsumfang erweitert. Mit dieser Maßnahme wird eine fußläufige Anbindung eines Hinterliegergrundstückes gewährleistet.
Am nördlichen Ortsrand von Eulenried soll die bestehende Böschung abgeflacht werden. Zur Böschungssicherung soll die geplante Gabionenwand entsprechend erhöht werden.
Am nördlichen Ortsrand von Eulenried soll die bestehende Böschung abgeflacht werden. Zur Böschungssicherung soll die geplante Gabionenwand entsprechend erhöht werden.
 
 

© Markt Hohenwart. Alle Rechte vorbehalten.Realisierung: K-3D Graphic / Dietmar Kumpf e.K.

Diese Webseite verwendet Cookies.
Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzinformationen